TAGEBUCH

Am 31. Oktober 2016 lud der Förderverein Eisleber Synagoge e.V. Gäste in die Synagoge, um das kleine Jubiläum zu feiern und gleichzeitig Danke zu sagen.

DANKESCHÖN-VERANSTALTUNG ZUM 15-JÄHRIGEN DES SYNAGOGENVEREINS

Am 31. Oktober 2016 lud der Förderverein Eisleber Synagoge e.V. Gäste in die Synagoge, um das kleine Jubiläum zu feiern und gleichzeitig den Unterstützern Danke zu sagen. So war die Landrätin Frau Dr. Klein, Vertreter der Stadtverwaltung sowie Privatpersonen unserer Einladung gefolgt.

Auf dem Foto v.l.: Frau Knape, Mitglied des Vereins, Frau Carstens-Kant, Pfarrerin in St. Petri und Frau Dr. Klein, Landrätin des Landkreises Mansfeld-Südharz

Das Foto zeigt die Grafikerin unserer Ausstellung „Luther und die Juden“ Frau Holstein und den Architekten des Vereins Herrn Friebe sowie den Statiker Herrn Dr.-Ing. Hans-Reinhard Hunger.

Ich hielt einen kurzen Abriss der 15 Jahre und verwies auf die Aktivitäten des Vereins in den letzten Jahren. So hat der Verein vier Schwerpunkte verfolgt:

  1. Die Rekonstruktion der ehemaligen Synagoge
  2. Die Erforschung der Geschichte der ehemaligen Jüdischen Gemeinde Eisleben
  3. Die Herstellung von Kontakten zu Familien ehemaliger Eisleber Jüdischer Bürger
  4. Die Pflege der beiden Friedhöfe in Eisleben
  5. Das Setzen von Stolpersteinen im Landkreis Mansfeld-Südharz

 

Ein paar Bilder sollen die Arbeit in der Vergangenheit belegen.

Das Aussehen des Gebäudes links 2002 und rechts 2006

DIE ERFORSCHUNG DER GESCHICHTE DER EHEMALIGEN JÜDISCHEN GEMEINDE EISLEBEN

Wir haben bereits Vorlauf gehabt, da einige Informationen schon vor der Gründung bekannt waren. So hat es bereits 1996 eine Ausstellung im Kulturhaus Eisleben zur Geschichte der Eisleber Juden gegeben. Hier ein Foto von dieser Ausstellung.
 

Herr Seidel  und Herr Funk haben das Puzzle zusammen gestellt, das in der Genealogie unserer Internetseite

www.synagoge-eisleben.denachzuvollziehen ist.

Im kommenden Jahr wird ein Buch veröffentlicht, was die Geschichte der Juden im Mansfeldischen verdeutlichen wird.

DIE HERSTELLUNG VON KONTAKTEN ZU FAMILIEN EHEMALIGER EISLEBER JÜDISCHER BÜRGER

Familie Dieter und Marianne Weinzweig aus Hamburg haben 2005 den Kontakt zum Vereins hergestellt und sind zu richtigen Freunden geworden. Sie haben uns Unterstützung gegeben und sind auch Mitglied des Vereins gworden. Sie stammen von der Eisleber Textilhändlerfamilie Jacob Weinzweig ab, die 1809 nach Eisleben kamen.
Im Jahre 2006 hatte ein Israeli Kontakt zu uns aufgenommen, der Ur-, Ur-, Urenkel von Samuel Hamburger war, ein Kantor Mohel (Beschneider) in der Gemeinde von 1864 bis 1876 war.

Er schickt uns ein Foto und eine Kopie des Beschneidungsbuches von S. Hamburger.

Die Familie Bauchwitz kam 2013 nach Eisleben und war auf den Spuren von ihrem Vorfahren Ruben Bauchwitz, einem Textilhändler in der Freistraße.

Prof. Dr. Robert Bauchwitz kam mit seiner Frau, seiner Schwester, dem Schwager und seiner Nichte.

Wir haben ihnen die Stätten jüdischen Lebens und Sterbens gezeigt.

2014 kam die Familie Schlosser aus Australien zu uns zu Besuch. Er ist ein Ur-,Urenkel von Benno Goldstein. Er war sehr beeindruckt vom Engagement unseres Vereins und nahm an der 200-Jahrfeier der Gründung der Jüdischen Gemeinde Eisleben teil.

Im Jahr 2015 hat uns Frau Chawa Agmon aus Israel besucht, die Urenkelin von Georg Schottländer. Sie hat ihre zwei Töchter mitgebracht und den Ehemann, sowie dem Sohn. Hier sind wir auf dem Neuen Jüdischen Friedhof am Grab von Marie Miriam Schottländer, ihrer Großmutter.

2009 waren die Enkeltöchter des letzten Kantors der Eisleber Jüdischen Gemeindein Eisleben, Lore Brieger und Hanna Hirsch. Sie hatten ihre Kinder mitgebracht und waren dabei als die Stolpersteine für die in Sobibor ermordeten Großeltern.

Im Jahr darauf, 2010, war die Familie des Sohnes von Paul Burak, einem Textilhändler in der Sanngerhäuser Straße. Sie waren bei der Stolpersteinsetzung für die Familie Bratel anwesend und auch zu ihnen hat ein freundschaftliche Beziehung entwickelt.

DIE PFLEGE DER BEIDEN FRIEDHÖFE IN EISLEBEN

Der Alte Jüdische Friedhof in Eisleben liegt zwischen der Vorderen Siebenhitze und dem Rammberg. Er wurde 1809 mit der ersten jüdischen Beisetzung eingeweiht und ist bis 1876 benutzt worden. Danach ist der neue Jüdische Friedhof in der Magdeburger Straße benutzt worden und ist 1938 geschändet worden. Der alte Jüdische Friedhof ist nach 1939 verschwunden, aber die Grabsteine sind als Gehwegplatten und Beetbegrenzungen in angelegten Gärten benutzt worden.

1996 sind die Grabsteine geborgen und restauriert worden und danach ist nach religiösen Gesichtspunkten der Gedenkfriedhof vom Landesverband Jüdischer Gemeinden eingerichtet. Der Neue Jüdische Friedhof wird durch den Verein gepflegt.

DAS SETZEN VON STOLPERSTEINEN IM LANDKREIS MANSFELD-SÜDHARZ

Es sind bisher folgende Stolpersteine gesetzt worden:

  • 2008 Familie Dr. Ludwig Königsberger (3)
  • 2009 Familie Gustav Mosbach (2)
  • 2010 Familie Jacob Bratel (3), 2010 Familie Mendelsohn (3)
  • 2012 Familie Julius Moses (3)
  • 2014 Familie Alfred katzenstei (2)
  • 2015 Georg Schöttländer (1)
  • 2015 Helene Simon (1);
  • 2016 Martha und Marianne Heilbrun (2).
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Zum Weiteren sind in Sangerhausen 8 Stolpersteine gesetzt worden, wo der Verein auch teilgenommen hat bzw. Hilfe den Recherchen geleistet hat.

 

Rüdiger Seidel